Die Neugestaltung des Augenbründls


Das Haselbacher Augenbründl dämmerte viele Jahre nahezu unsichtbar in einem Dornröschenschlaf, bis es in den Jahren 2010 – 2011 vom Dorferneuerungsverein zu neuem Leben erweckt wurde.

Durch die neue Gestaltung sollte das verborgene Augenbründl wieder ins rechte Licht gesetzt werden

Durch die neue Gestaltung sollte das verborgene Augenbründl wieder ins rechte Licht gesetzt werden

Im Zuge eines Maßnahmenkataloges zur Verbesserung des Ortsbildes von Haselbach, gab es vom Dorferneuerungsverein bereits im Jahre 2007 erste Überlegungen, das historische Augenbründl bei der Valentinskapelle wieder instand zu setzen bzw. die gesamte Anlage neu zu gestalten.

Im Jahre 2010 wurde dieses Projekt von Mag. arch. Ingomar Engel und Dr.-Ing. Franz Christian Brandner überarbeitet und der Gesamtgestaltung eine neue Planungsidee zugrunde gelegt.

Durch die Neugestaltung sollte das Bründl gut sichtbar und leicht zugänglich gemacht werden. Außerdem sollte seine zentrale Lage an den Sichtachsen zur Stadtpfarr- bzw. Bürgerspitalkirche und zur benachbarten Haselbacher St. Valentinskirche betont werden.

Mit der Grundform einer Spirale, die zum einen Symbol für das lebendige, aus der Erde sprudelnde Wasser (Brunnen) darstellt und sich zum anderen in der Form eines Bischofsstabes (Hinweis auf Bischof Valentin) wieder findet, wurde von der Valentinskapelle ausgehend eine leicht geneigte Rampe angelegt, die zum Brunnenauge hinführt.

Gestaltungsidee mit einem spiralförmigen Weg zum Bründl, von Ingomar Engel und Christian Brandner

Gestaltungsidee mit einem spiralförmigen Weg zum Bründl, von Ingomar Engel und Christian Brandner

Dieses wurde in seiner bisherigen Form erhalten, bekam aber in seinem Zentrum über dem bestehenden Brunnenschacht eine neue funktionsfähige, alten Motiven nachgebaute, Handschwengelpumpe zum Fördern des Brunnenwassers. Um die Pumpe wurden in die Böschung kreisförmig zwei Ruhebänke angeordnet, der Boden in diesem Bereich mit Granitsteinpflaster ausgelegt. Eine Laterne wertet die Anlage auch nachts optisch auf und wirkt Vandalismus entgegen. Eine zeitgemäß gestaltete Tafel informiert die Besucher über die Geschichte des Augenbründls bzw. der Valentinskapelle.

Die Bauarbeiten führte die Fa. Strabag (Bestbieter) durch. Die Arbeiter zeigten sich sehr geschickt und willig, mit der besonderen Lokalität und der alten Bausubstanz sorgfältig umzugehen. Alle diese Arbeiten wurden im April 2011 durchgeführt und erfolgten unter enger Betreuung durch den Dorferneuerungsverein.

Insgesamt arbeiteten die Vereinsmitglieder ca. 400 Stunden an dem Projekt. Darin nicht enthalten sind die vielen Stunden, die der Vorstand für Planung, Organisation und Durchführung aufbrachte.

 

Bis zur Fertigstellung war noch eine Vielzahl von Arbeiten nötig, die meist von Vereinsmitgliedern durchgeführt wurden: Im Frühjahr wurde u.a. das 300 m2 große Areal um das Bründl und die Kapelle geebnet, mit Humus versehen und neu bepflanzt. Direkt am Bründl wurden der Tuffsteinmauer entlang zwei aus Eichenholz gefertigte Bänke angefertigt und montiert. Im Brunnenauge schlug man Rohre bis ins Grundwasser und montierte darauf die „antike“ Pumpe. Weiters mussten noch Elektroinstallationsarbeiten durchgeführt werden.

Selbst Hand angelegt haben bei den diversen Arbeiten folgende Vereinsmitglieder:
Assigal Helmut, Auer Wolfgang, Brandner Christian, Engel Ingo, Haider Hermann, Hrubesch Stefan, Kraxenberger Peter, Ober Hubert, Obermayr Johann, Manfred und Richard, Vierlinger Alexandra, Weber Max und Günther, Zeilinger Josef und Margarete.

Um das schöne Ambiente des Augenbründls abzurunden, wurde auch das Dach der Valentinskapelle erneuert, ihr Stuck saniert und die ganze Anlage neu gestrichen.